Fundort

In der heutigen Niederlausitz am westlichen und südlichen Spreewaldrand entstehen seit der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts fast 50 kleine ringwallförmige Burganlagen. Erbauer sind Angehörige des hier seit dem 8. Jahrhundert ansässigen slawischen Stamm der Lusizi.

 

Zu den aus Holz, Erde, Sand und Lehm errichteten Burgen gehören neben einer unmittelbar neben der Burg gelegenen „Vorburgsiedlung“ bis zu vier weitere kleine Dörfer in einem Umkreis von 1.5 bis 2.5 km. Deren Bewohner sind sowohl Erbauer als auch Nutzer der Anlagen. Die kleinen Burgen dienen vermutlich in erster Linie als Flucht- und Speicherburgen. Ob die Burgen auch von lokalen Eliten als Wohnsitz genutzt werden, ist unter den Historikern und Archäologen umstritten.

 

Wie die nach 850 entstandene Slawenburg von Raddusch fallen alle Wehranlagen der Lusizi im Laufe des 10. Jahrhunderts den kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem entstehenden Deutschen Reich zum Opfer. Viele gehen im Feuer zugrunde, fast alle noch bestehenden Burgen werden in der zweiten Hälfte und zum Ende des 10. Jahrhunderts aufgegeben und verfallen.

 



FÜHRUNGEN

 

20. November

11 Uhr

öffentliche Führung durch die Dauerausstellung

ADRESSE

 

Slawenburg Raddusch

Zur Slawenburg 1

03226 Vetschau,

OT Raddusch

 

Tel 035433 55522

Fax 035433 55523

www.slawenburg-raddusch.de

slawenburg-raddusch@spreewald.de