Zeugen der Vergangenheit - Neues aus der Landesarchäologie

14. November 2015 bis 03. April 2016

Präsentiert werden die Highlights der Landesarchäologie des letzten Jahrzehnts - eine Auswahl der bedeutendsten und interessantesten Neuentdeckungen der letzten Jahre.

Neben Schatzfunden und reichen Grabbeigaben der jeweiligen Zeit werden auch neueste Forschungsergebnisse und Objekte vorgestellt, deren wissenschaftliche und kulturgeschichtliche Bedeutung sich erst auf den zweiten Blick erschließt.

Dazu gehören die sensationellen Funde aus der Zeit des Neandertalers aus dem Tagebau Jänschwalde, welche die Geschichtsschreibung in Brandenburg auf einen Schlag 100.000 Jahre eher beginnen lassen.

Die eher unscheinbaren Werkzeuge aus Feuerstein und Knochen von Wildpferd und Bison als Jagdbeute haben unser Wissen um die frühesten Menschen in der Niederlausitz enorm erweitert.

 

Aber auch mittelalterliche Funde aus dem 12./13. Jahrhundert können unseren Blick nicht nur in zeitliche Dimensionen sondern auch räumlich weiten. Im nunmehr seit über 10 Jahren verschwundenen Dorf Horno musste 2004/2005 die Dorfkirche vor den drohenden Baggern ausgegraben werden. Dabei fand sich ein seltenes Limosiner Kruzifix im Fußboden der ursprünglichen Holzkirche am selben Ort. Solche emaillierten Sakralgegenstände gelangten aus Limoges in Frankreich bis in die damaligen Ostsiedlungsgebiete und kündeten hier von der neuen Religion.

Silberrausch und Berggeschrey - Archäologie des mittelalterlichen Bergbaus in Sachsen und Böhmen

28. Mai bis 01. November 2015

© Jochen Hähnel
© Jochen Hähnel

Spektakuläre Funde und Ergebnisse aus vergessenen Bergwerken des Mittelalters im Erzgebirge als Sensation für die europäische Montanarchäologie

 

www.archaeomontan.eu

 

Eine Sensation für die europäische Montanarchäologie brachte die Hochwasserkatastrophe 2002 im sächsischen Dippoldiswalde ans Licht - eine vergessene Welt unter Tage wurde nach 800 Jahren wiederentdeckt. Unter der Stadt schlummerten hochmittelalterliche Bergwerke mir außergewöhnlich gut erhaltenen Holzfunden, die nicht nur die Fachwelt in Erstaunen versetzen. Ihre Entdeckung gaben der Forschung des mittelalterlichen Bergbaus im Erzgebirge neue Impulse. Diesem ist seit 2012 das deutsch-tschechische ArchaeoMontan-Projekt in Sachsen und Böhmen auf der Spur.

Die interdisziplinäre Spurensuche unter und über Tage bildet einen Schwerpunkt der multimedialen Ausstellung. Gemeinsam mit dem ArchaeoMontan-Team begibt sich der Besucher auf die Suche nach einer mittelalterlichen Bergbausiedlung, besucht eine Ausgrabung oder unternimmt eine virtuelle Reise unter Tage in die Silbergruben.

Zu den Highlights der Ausstellung zählen die europaweit einzigartigen Holzfunde aus den mittelalterlichen Silbergruben von Dippoldiswalde und Niederpöbel. Gezeigt werden Haspelteile, Erztröge, Schaufeln, Kratzen und andere Werkzeuge aus dem 12. und 13. Jahrhndert. Die Exponate vermitteln einen spannenden Einblick in die Arbeitswelt der Bergleute und die Organisationsstruktur eines mittelalterlichen Bergwerks.

Daneben erfährt der Besucher, wie die gewonnenen Erze in den mittelalterlichen Hüttenbetrieben und Münzstätten weiterverarbeitet wurden.

 

Ferienprogramm

 

15. August, 13 Uhr

Familienführung

Thema: Bronzezeit

 

16. August, 13 Uhr

Familienführung

Thema: Slawen

 

Spezialführungen

 

10. Sept., 11 Uhr

Führung durch die Pflanzenwelt an der Slawenburg

 

Sonderausstellung

 

Bekenntnis und Behaglichkeit

Kachelöfen der Reformationszeit

 



Adresse

 

Slawenburg Raddusch

Zur Slawenburg 1

03226 Vetschau,

OT Raddusch

 

Tel 035433 5922-0

Fax 035433 5922-23

www.slawenburg-raddusch.de

slawenburg-raddusch@t-online.de