Sagenhafte Steinkreuze

12. Oktober 2013 bis 02. März 2014

© BLDAM
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Rund 70 Steinkreuze – mal imposant, mal unscheinbar – sind im Land Brandenburg bis heute erhalten. Es handelt sich um Gedenk- und Sühnekreuze, die aus dem 14.–17. Jhd. stammen. Sie erinnern an Menschen, die Opfer eines Verbrechens oder eines tödlichen Unfalls geworden sind.

 

In Zeiten, als christlicher Glaube und Kirche großen Einfluss auf die Rechtsprechung hatten, wurden Täter dazu verpflichtet, Sühnekreuze für das Seelenheil ihrer Opfer zu errichten. Diese einzigartigen Denkmale mittelalterlichen Rechts zählen zu den ältesten Flurdenkmalen und stehen noch heute an Weggabelungen, Straßen und zentralen Plätzen in unserer Umgebung.

 

Der Fotograf Detlef Sommer hat über Jahre hinweg eine beachtliche Sammlung von Fotografien geschaffen, die den Formenreichtum sowie den Erhaltungszustand der Steinkreuze Brandenburgs dokumentiert. Ergänzt werden diese Fotografien in der Ausstellung durch historische schwarz-weiß Aufnahmen.

Neben einem umfassenden Überblick zum historischen Kontext der Steinkreuze, stehen die Besonderheiten und überlieferten Sagen im Mittelpunkt. Denn kein Kreuz ist wie das andere: Jedes hat eine charakteristische Form, besitzt seine eigene Historie und steht für ein tragisches Menschenschicksal.

Mit ihrer rätselhaften Aura lösten Steinkreuze abergläubische Vorstellungen bei den Menschen aus und eine Vielzahl von Sagen rankt sich bis heute um die steinernen Relikte, die in der Ausstellung aus nächster Nähe betrachtet werden können. Außerdem präsentieren wir Ihnen erstmals seltene, lange verschollen geglaubte, Sühneverträge des 15. Jahrhunderts.

www.landesmuseum-brandenburg.de

Ein Himmel auf Erden - Das Geheimnis der Himmelsscheibe von Nebra

28. Mai bis 29. September 2013

© LDA Sachsen-Anhalt
© LDA Sachsen-Anhalt

Die Himmelsscheibe ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts, weil sie die weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene zeigt, die wir kennen.

 

Elemente des Tag- und Nachthimmels vermischen sich vor einem abstrakten Sternennetz. Sonne und Mond werden aber nicht nur in ihrem Himmelslauf abgebildet, sondern auch erklärt. Zwischen den Horizonten erscheint ein Schiff in nächtlicher Fahrt über den Himmelsozean. Es ist hier zum ersten Mal als zentrales mythisches Symbol in Europa überliefert.

 

Die Himmelsscheibe gibt uns einen Einblick in das Wissen unserer Vorfahren über den Weltenlauf und seine religiöse Deutung vor 3600 Jahren.

 

Die Ausstellung „Ein Himmel auf Erden – Das Geheimnis der Himmelsscheibe von Nebra“ nimmt den Besucher mit auf eine abenteuerliche Reise von der Entdeckung der Himmelsscheibe durch Raubgräber und der spannenden Rückgewinnung durch Polizei und Landesdenkmalamt, über die zeitliche Einordnung der Scheibe und ihrer Beifunde, bis hin zur verständlichen Erläuterung der Funktion der Himmelsscheibe und der auf ihr verschlüsselten Informationen.

 

Tauchen Sie ein in die Vorstellungen und das Wissen der Welt von vor 3600 Jahren!  

 

Eine Ausstellung des Landesmuseums für Vor- und Frühgeschichte Halle.

www.lda-lsa.de

© LDA Sachsen-Anhalt
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Vogelzug - Bronzezeit aus der Vogelperspektive

01. Mai bis 29. September 2013

Vögel faszinieren seit jeher die Menschen mit ihrer Fähigkeit zu fliegen. Eine Fähigkeit, die der Mensch erst seit ca. 100 Jahren auf technischem Wege erlangt hat.

 

Eine weite Teile Europas erfassende Ausprägung bronzezeitlicher Religion ist der so genannte Vogelkult. Dieser materialisiert sich in den archäologischen Funden vor 3000 Jahren in Vogeldarstellungen auf Schmuck, Geschirr oder Kultgeräten und in unserer Region in Gestalt tönerner Klappern oder Rasseln in Vogelform. Die Rasseln finden sich häufig als Beigaben in Kindergräbern.

 

Erstmalig werden in bislang nie erreichter Vollzähligkeit die Brandenburger Vogelrasseln in der Slawenburg Raddusch präsentiert. Weitere, äußerst seltene, Exponate sind zwei Vogelschalen, von denen die aus Cottbus-Ströbitz als Neufund aus dem Jahr 2011 zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt wird.

 

Die ungewöhnliche Ausstellungskonzeption bietet den Versuch einer Artenbestimmung einzelner Vogelfiguren. Das ornithologische Präparat steht hier neben dem 3000 Jahre alten Fund der bronzezeitlichen Lausitzer Kultur.

 

Eine gemeinsame Ausstellung des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischem Landesmuseum, der Städtischen Sammlungen Cottbus und des Fördervereins Slawenburg Raddusch e. V.

 

Führungen

 

Gruppenführungen in der Dauerausstellung "Archäologie in der Niederlausitz" sind bis zum 20.09.19 buchbar:

Tel. 035433/5922-0



Adresse

 

Slawenburg Raddusch

Zur Slawenburg 1

03226 Vetschau,

OT Raddusch

 

Tel 035433 5922-0

Fax 035433 5922-23

www.slawenburg-raddusch.de

slawenburg-raddusch@t-online.de