Zu Beginn der 90er Jahre entwickelte das heutige Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum die Idee zur Errichtung eines Ausstellungsgebäudes, das in Anlehnung an die archäologischen Befunde und das Aussehen der ehemaligen slawischen Burganlage gestaltet wurde.
Die Trägerschaft liegt in den Händen des Amtes Vetschau. Betrieben wird die Slawenburg Raddusch vom gleichnamigen Förderverein.
Mit der Planung und Bauausführung war die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) im Rahmen der Bergbausanierung des Landes Brandenburg beauftragt. Nach der baulichen Fertigstellung 2001 wurde in den Jahren 2002/03 die Ausstellung aufgebaut. Das Ergebnis dieser Arbeit sehen Sie seit dem 28. Mai 2003.
Im Inneren der Slawenburg Raddusch verbirgt sich eine der modernsten archäologischen Ausstellungen Deutschlands. Auf einer Fläche von 600 m² werden die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlenrevier präsentiert. Freie Inszenierungen und großräumige Rekonstruktionen machen Geschichte erlebbar.
Das Außengelände mit Zeitsteg und Kinderspielplatz lädt zum längeren Verweilen ein. Um die Burg führt ein 600 m langer Zeitsteg, auf dem unsere Besucher die 12.000 jährige Geschichte der Region sprichwörtlich „erlaufen“ können.
Die Slawenburg Raddusch ist auch ein außergewöhnlicher Veranstaltungsort. Seit einigen Jahren ist die Slawenburg Raddusch in der letzten Augustwoche Kulisse für Musik- und Ballettaufführungen des Sorbischen Nationalensemble Bautzen im Rahmen des jährlichen „Sommertheaters“.
Jährliche Höhepunkte sind der Jahrestag der Eröffnung am 28. Mai sowie der „Marktplatz Lausitzer Kulturen“ am zweiten Sonnabend im Oktober. Altes Handwerk, wie Knochen- und Geweihbearbeitung, Töpferei, Feuersteinbearbeitung und Glasperlenherstellung werden hier präsentiert und machen die Slawenburg Raddusch zu einem Treffpunkt zum Informationsaustausch von Archäotechnikern, Handwerkern und unseren Besuchern.
Die Realisierung des Projektes erfolgte durch die LMBV in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen. Förderung und Unterstützung erhielt das Projekt vom Land Brandenburg, von der Bundesregierung – der Beauftragten für Kultur und Medien, von der Bundesanstalt für Arbeit, dem Fremdenverkehrsverband Spreewald, dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, dem Amt Vetschau und von vielen ehrenamtlich Tätigen des Fördervereines Slawenburg Raddusch.
Die Slawenburg Raddusch ist darüber hinaus ein Auftaktprojekt der Internationalen Bauausstellung IBA Fürst-Pückler-Land, die das Vorhaben ebenfalls begleitet.
Der Förderverein Slawenburg Raddusch e.V. erhebt die unter Öffnungszeiten genannten Eintrittspreise zum weiteren Betrieb der Ausstellung und der Gesamtanlage. Die Erlöse aus dem Projekt fließen ausschließlich den gemeinnützigen Zwecken des Vereines zu.
Wenn Sie Interesse an einer Mitgliedschaft oder sonstige Fragen haben, so stehen die Mitarbeiter der Slawenburg Raddusch gern für eine Antwort bereit.
Raddusch, im Mai 2003
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