Die Burg
| Durch die intensiven archäologischen Untersuchungen konnte
geklärt werden, dass die slawischen Rundwälle ( 9. / 10.
Jh. n. Chr.) in Holzrostkonstruktion erbaut wurden und meist einen
umlaufenden Graben besessen hatten. Dieser entstand durch die Entnahme
des Erdmaterials zur Auffüllung der Rostkonstruktion. Der Durchmesser
der originalen SLAWENBURG RADDUSCH betrug innen 38 m und außen
58 m. Die Burg war von einem ca. 5,5 Meter breiten Sohlgraben umgeben.
Durch zwei Tunneltore, gelangte man in das Innere des 7 Meter hohen
Walls. Im Burghof befanden sich hölzerne Brunnen, von denen einer
nahezu 14 Meter tief war. Im Innenhof der Burg wurden Gebäudestrukturen
festgestellt. Die zu der Slawenburg Raddusch gehörige Siedlung
befand sich in unmittelbarer Nähe vor der Burg, die allerdings
heute nicht rekonstruiert werden konnte. |
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| Die Ausstellung zur “Archäologie in der Niederlausitz“ macht
in der Slawenburg Grabungsresultate und Funde zugänglich und
bringt darüber hinaus den Besuchern die Aufgaben der Bodendenkmalpflege,
vor allem aber auch die Probleme der "Braunkohlenarchäologie"
nahe. |
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Die SLAWENBURG RADDUSCH ist ein Aushängeschild der
Archäologie in der Niederlausitz, mit dem sich die Bevölkerung
auch identifizieren kann. Denn diese beeindruckende Anlage, die
architektonisch in Anlehnung an das Aussehen einer ehemaligen slawische
Fluchtburg gestaltet wurde, symbolisiert diese lausitztypischen
Bodendenkmale.
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Die Nachbildung
| Der Grundstein für die SLAWENBURG RADDUSCH wurde 1999 gelegt. Im
Rahmen der Bergbausanierung wurde unter fachwissenschaftlicher Leitung
des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen
Landesmuseums eines von Hunderten, dem Tagebau zum Opfer gefallene
Bodendenkmale "rekultiviert". Die Ergebnisse von mindestens
drei Jahrzehnten intensiver Bodendenkmalpflege mit zahlreichen Rettungsgrabungen,
insbesondere vor den Niederlausitzer Braunkohlentagebauen, sind für
die Öffentlichkeit nun sichtbar. Der moderne Bau besteht aus einer
inneren Betonhülle. Äußerlich hat das Bauwerk das Aussehen einer Slawenburg
des 9./10. Jahrhunderts. Die nachempfundene Holz-Erde-Konstruktion
basiert auf Ausgrabungsergebnissen der Radduscher Burg und weiterer
Niederlausitzer Anlagen. |
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| Auf dem Burgwall befindet sich ein breit angelegter Rundgang, der
mit einem Weidengeflecht abgegrenzt ist. Durch die Öffnungen
hat man einen Rundumblick auf die Lausitzer Landschaft, Tafeln helfen
bei der Orientierung. |
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